
3. Dortmunder Palliativtag
18. Oktober 2023Ein voller Erfolg
Auf sehr reges Interesse stieß der gemeinsam vom Förderverein Palliativärztenetz Dortmund e.V., dem Palliativmedizinischen Konsiliardienst GbR und der Palliativmedizin St. Johannes- Hospital ausgerichteten 3.Dortmunder Palliativtag am 21. Februar. 2026, der große Saal Phoenix in der Sparkassenakademie NRW am Phoenix-See war gut gefüllt.
Nach der Begrüßung durch Jochen Stripp und einem sehr wertschätzenden Grußwort der Bürgermeisterin Britta Gövert konnte Anke Schildhauer aufgrund ihrer Erfahrungen in der Palliativarbeit eindrucksvoll und lebhaft durch Schilderung von erlebten Situationen den Wert von Humor in der palliativen Betreuung darstellen. Humor kann die Schwere des zu Ertragenden nehmen, die menschliche Nähe und das Vertrauen zueinander fördern .
Traugott Roser - Professor für praktische Theologie an der Universität Münster - setzte sich in seinem Beitrag für die Einbeziehung einer Spiritual Care in der ganzheitlichen Palliativversorgung ein und stellte einen sehr offenen Begriff von Spiritualität vor - "Spiritualität ist, was immer der/die Patient/in dafürhält". Spiritualität bedeutet die Erfahrung von Sinn und Bedeutung im Leben, mit oder ohne Transzendenz, legte Prof. Roser dar. Die neue Leitlinie Palliativmedizin sieht ein derartiges Angebot zur Spiritual Care vor. Spiritual Care kann den Krankheitsverlauf beeinflussen. Prof. Roser zog das Fazit, dass die Pluralität von Religionen, Weltanschauungen und Methoden eine Chance für eine stärkere Profilierung von Spiritual Care durch Seelsorge in der palliativen Versorgung ist.
Der Bestatter Carsten Strauß berichtete ausführlich über die Aufgaben eines Bestatters in der Zeit des Lebensendes, schon vor dem Tod mit vorsorglichen Regelungen und dann nach dem Tod mit der Versorgung des Verstorbenen. Er beschrieb die Gestaltungsmöglichkeiten der Beisetzung. Herr Strauß wies darauf hin, dass es zu den Tätigkeiten des Bestatters gehört, eine Vielzahl von Regelungen mit Behörden und Versicherungen zu übernehmen. Beeindruckend war sein Bericht über eine Reise einer Bestattergruppe in ein türkisches Erdbebengebiet und die Bergung von verschütteten Todesopfern.
In seinem Schlusswort konnte Dr. A. Gersmann feststellen, dass mit dem Dortmunder Palliativtag ein Forum für die Weiterentwicklung der Palliativ- und Hospizversorgung in Dortmund und für den Austausch der Berufsgruppen untereinander und mit den interessierten Bürgerinnen und Bürgern geschaffen worden ist. Drei Palliativtage begründen eine Tradition, die fortgesetzt werden soll.
Für Februar 2027 ist der nächste Palliativtag geplant.
- 21.02.2026 Dortmund, 3. Dortmunder Palliativtag Foto: Andreas Buck
- 21.02.2026 Dortmund, 3. Dortmunder Palliativtag Foto: Andreas Buck




